Ich pfeife!

Ich pfeife!

Ich pfeife! – Aus dem Leben eines Amateurschiedsrichters (2015)

von Christoph Schröder

Was pfeift denn der Blinde jetzt schon wieder? Schwarze Sau, Wichtigtuer, Niete und Versager sind gängige Worte, wenn Zuschauer auf den deutschen Amateurfußballplätzen 5 Meter neben der Auslinie die Leistung des Unparteiischen beurteilen. Warum setzen sich Woche für Woche zahllose Schiedsrichter in Ihrem Hobby diesem Negativtrommelfeuer aus?

Christoph Schröder, im Hauptberuf Literaturkritiker – im Nebenjob seit 28 Jahren Schiedsrichter, gelingt es auf 224 Seiten die ganze Faszination dieses Hobbys zu erfassen. Er bleibt dabei immer bei einer sachlichen Sprache, welche die Ernsthaftigkeit des Sports hervorhebt, und allen Beteiligten Würde und Anerkennung verleiht. Das Buch beginnt ohne Einleitung und ist klar in 12 Kapitel strukturiert. Darin schildert Christoph Schröder nicht nur die Erlebnisse des Schiedsrichters. Er ermöglicht dem Leser das Eintauchen in die Faszination des Mikrokosmos Amateurfußball. Vom Zeugwart bis zum Wirt des Vereinsheims bekommen alle Personen ihren Raum in den Geschichten und Episoden, und so ist dies ein Buch, welches letztlich die Psychologie des Fußballspiels offen legt. Eine Psychologie, die von außen oft belächelt wird, aber nach der Lektüre dieses Buchs für jeden Leser nachvollziehbar wird.

Eine absolute Kaufempfehlung für alle, die sich für die Seele des Fußballspiels, abseits der Traumfabrik Profifußball interessieren, und die ein wenig von der ursprünglichen Faszination der schönsten Nebensache der Welt verstehen möchten

Tropen , 224 Seiten
16,95 Euro
978-3-608-50332-6

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